Die Ausstattung im barrierefreien Bad

sicher, rutschfest und ohne Stolperfallen

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Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass Bodenunebenheiten, sowie erhebliche Höhenunterschiede in der Bodenbeschaffenheit vermieden werden sollten. Die Bedienbarkeit und Erreichbarkeit aller Geräte sollte leicht und gut verständlich sein. Des Weiteren gelten besondere Anforderungen an den Platzbedarf, die Bodenbeläge, die farbliche Gestaltung sowie bei der Ausführung von Steckdosen, Türbeschaffenheit, Beschlägen und Höhenverhältnissen.

Bodenbeläge

Der Boden eines barrierefreien Badezimmers wird in der Regel gefliest. Teppichboden kommt aus hygienischen Gründen nicht in Frage. Eine Alternative zur Fliese - rein baulich betrachtet - stellt ein Linoleum-Boden dar.

Die Bodenfliesen müssen rutschhemmend sein und mindestens der Bewertungsgruppe R10 entsprechen. Dies bedeutet, dass eine Rutschgefahr bis zu einer Bodenneigung von 19 Grad nicht gegeben ist. Damit ist auch für Gefällbereiche, wie beispielsweise bei einer bodengleichen Dusche, ausreichende Sicherheit gewährleistet.

Bei kleinformatigen Fliesen (bspw. Mosaik) wird durch den hohen Fugenanteil eine gute Rutschfestigkeit erreicht und zudem werden evetuelle Reflexionen minimiert, was für sehbehinderte Menschen durchaus eine Irritation darstellen kann.

Amaturen, Spiegel, Ablagen

Bei allen Einbauten im barrierefreien Bad hat die einfache Erreichbarkeit und Bedienbarkeit oberste Priorität. Amaturen sollten mit einer Hand bedienbar sein und einen Verbrühschutz integriert haben. Spiegel sollten neigbar sein, damit sie für alle Körpergrössen und auch für sitzende Menschen nuzbar sind. Ablagen und Wandschränke sollten auch aus sitzender Position erreichbar sein und möglichst keine scharfen Kanten haben. Es hat sich zudem als vorteilhaft erwiesen, wenn sich im Bad verwendete Gegenstände farblich abheben, da sie als solche - speziell bei Sehbehinderung - leichter erkennbar sind.

Platzbedarf und Sicherheit

Insbesondere bei der Planung eines barrierefreien Bades sollte auf ausreichend Platz und Sicherheit wertgelegt werden. Für den Fall, dass Menschen rollstuhlbedürftig sind, oder werden, muss mit ganz anderen Freiräumen geplant werden als bei konventioneller Badplanung. Anfahr-Freiräume und Wendemöglichkeiten sind wichtig. Montagemöglichkeiten für Halte- oder Stützgriffe sowie gegebenenfalls Hebe- oder Liftsysteme müssen vor allem bei den Unterkonstruktionen mit eingeplant werden.

Auch bei Beleuchtungselementen, Schaltern und Steckdosen fordert das barrierefreie Bad mehr Planung. Beleuchtungselemente sollten möglichst mit warmen Lichtquellen bestückt sein und auf gar keinen Fall blenden. Lichtschalter müssen gut findbar und leicht bedienbar sein. Bei den Lichtschaltern gibt es verschiedene Möglichkeiten, die je nach Anspruch variiert, bzw. ausgetauscht werden können - vom gewöhnlichen grossflächigen Lichtschalter über Leuchtdruckschalter bis hin zu sensorengesteuerten Lichtschaltern. Steckdosen können mit einem Auswurfmechanismus versehen sein, da es bei herkömmlichen Steckdosen mitunter sehr schwierig ist den Stecker abzuziehen.

Farben und Materialien

Zur optimalen Lichtausbeute sowohl bei Tages- als auch bei Kunstlicht sollten für Wände und Decken möglichst helle Farben verwendet werden. Für Menschen mit Sehbehinderung ist zur Orientierung eine kontrastreiche Gestaltung der Türrahmen, Lichtschalter, etc. hilfreich.

Farbtöne die eine ausgewogene Atmosphäre schaffen, sind hellgetönte Farben von Orange, Gelb bis Grün. An Spiegelseiten sind warme Farbtöne wie Apricot, Orange oder Lachs empfehlenswert, da dadurch überwiegend langwellige Teile des Lichtspektrums auf die Haut reflektiert werden. Oft bringt schon ein farbiger Akzent Atmosphäre ins Bad.

Bei der Materialwahl sollte neben aller Funktionalität und Pflegeleichtigkeit  das Thema Wohlfühlen auf jeden Fall mitberücksichtigt werden.

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